"Internationalisierung und Integration":
Zusammenarbeit in einer internationalen Abteilung
Ausgangssituation
50 MitarbeiterInnen einer international verteilten Abteilung versammelten sich zum Jahresrück- und
-ausblick. Aus zwei Gründen stand das Thema "Internationalisierung und Integration" im Mittelpunkt: Zum
einen arbeiteten die Mitarbeiter seit einiger Zeit in internationalen Teams. Zum anderen begann in
dieser Zeit die Fusion ihres Konzerns mit einem amerikanischen Unternehmen.
Zielsetzung
Die szenische Arbeit sollte Erfahrungen und Einstellungen, die im Alltag oft lediglich in
Nebengesprächen Raum fanden, sichtbar machen, um sie anschließend gemeinsam auszuwerten. Reibungspunkte
im Arbeitsalltag sollten auf dieser Weise spielend zum Thema werden.
Ablauf
Zum Einstieg in das ganztätige Seminar lockerten Aufwärmübungen die Mitarbeiter und die Atmosphäre
auf. Die Teilnehmer bauten stumme Standbilder, zu denen nach und nach Ton und Bewegung traten. So
entstanden kleine Szenen. Mit dieser Übung wurden die Teilnehmer schrittweise an das Theaterspielen
herangeführt.
Es folgte die szenische Arbeit in Kleingruppen. Als Orientierung bekamen die Gruppen neben der
Zeitvorgabe einige dramaturgische Spielregeln. Vier Szenentitel mit Bezug zum Seminarthema standen zur
Auswahl. Die Szene "Name des Konzerns" gab die meisten Spielimpulse und machte die Bedeutung des Themas
deutlich. In dieser Szene waren einige Kernfragen verborgen: In welcher Form werden die Konzerne
miteinander verschmelzen? Wie sieht die Integration auf der Mitarbeiterebene aus? Erfolgt eine
Vereinigung oder eine Vereinnahmung?
Die seminarinterne Aufführung und Diskussion der Szenen am Abend rundete die Veranstaltung ab.
Nutzen
Wie oft bei der szenischen Arbeit identifizierten sich die Beteiligten stark mit dem Geschehen, denn
es waren die eigenen Belange, die ins Spiel kamen. In einer angeregten Atmosphäre entstand eine
Gruppendynamik, die spielerische Leichtigkeit in sensible Themen brachte.
Das gemeinsame szenische Arbeiten wirkte lange nach. Noch Monate später wurde über den Theater-Abend
gesprochen; die aufgeführten Szenen bildeten auch bei neuen Teamzusammensetzungen und räumlichen
Umgestaltungen einen gemeinsamen Bezugspunkt der Beteiligten.
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