Team-Synergie in einer veränderten Abteilung
Ausgangssituation
Akquisitionen und Umstrukturierungen hatten viel Bewegung in eine Abteilung gebracht: Alte
Arbeitszusammenhänge wurden zum Teil aufgelöst, zahlreiche neue Kollegen kamen hinzu. Vereinzelung und
mangelnde Einbindung waren Folgen der Expansion. Die betroffenen 30 MitarbeiterInnen verloren den
Überblick über ihr Kollegium, über interne Ansprechpartner und die Zuständigkeiten der Einzelnen.
Zielsetzung
Zunächst galt es, die MitarbeiterInnen persönlich in den Vordergrund zu stellen, den
abteilungsinternen Zusammenhalt zu stärken und ein gemeinsames Lernen mit Spaß zu ermöglichen. Ein
zweites Ziel war, die Arbeitsinhalte und Leistungen der Unterabteilungen und der Gesamtabteilung
sichtbar zu machen. Dadurch sollte die Wertschätzung der einzelnen MitarbeiterInnen für die Arbeit der
anderen und das Verständnis für die übergreifenden Arbeitszusammenhänge gestärkt werden.
Ablauf
Interaktionsspiele lockerten am Beginn des zweitätigen Seminars die Atmosphäre auf und führten die
KollegInnen auf nicht alltäglichem Weg zueinander.
In der szenischen Arbeit entwickelten die einzelnen Teams Szenen über ihren Arbeitsalltag. Diese
szenischen Einblicke kamen - teilweise real, teilweise allegorisch verfremdet - auf die seminarinterne
Bühne. So wurde in plastischer Form sichtbar, wer welche Arbeitsaufgaben und alltäglichen Anforderungen
zu bewältigen hat. Hierbei glänzten oftmals gerade diejenigen, die im Arbeitsalltag lieber im
Hintergrund bleiben. Die anschließenden Nachfragen dienten dem weiter gehenden Verständnis füreinander.
Bestehende Vorurteile und die neuen Informationen wurden miteinander konfrontiert. Es fand ein Austausch
über Ziele, Abläufe und Schwierigkeiten der Großabteilung statt.
Nutzen
Eine Evaluation nach einem Jahr ergab: Die MitarbeiterInnen hatten durch die "szenischen Einsichten"
ein umfassendes und bleibendes Verständnis für die Tätigkeiten und Leistungen der Gesamtabteilung
gewonnen. Die Einzelnen fühlten sich als Person und mit ihrer Leistung wahrgenommen und geschätzt. Das
Verständnis für die Arbeitsinhalte der KollegInnen war gewachsen.
Reibungsverluste aufgrund mangelnder Kommunikation wurden nachhaltig reduziert oder aufmerksamer
wahrgenommen und kommuniziert. Das Wir-Gefühl wurde gestärkt.
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